Julius Schulte

Handlungsfähige bzw. agentische KI unterscheidet sich von herkömmlicher KI vor allem durch ihre Autonomie, Anpassungsfähigkeit und Fähigkeit zur eigenständigen Entscheidungsfindung. Wie wird sich das komplexe System von KI Agenten im Zusammenspiel mit ihren Gesellschaften entwickeln? Welche Auswirkungen haben die Rahmenbedingungen agentischer Systeme?

Um diese Fragen zu beantworten beschäftigt sich Julius Schulte mit den verschiedenen Komponenten handlungsfähiger KI. Er untersucht, welche Vulnerabilitäten und Restriktionen KI Agenten aufweisen, indem er die Funktionsweise und Interaktionen ihrer einzelnen Komponenten genauer betrachtet. Dazu gehört eine Charakterisierung der Möglichkeiten und Limitationen von schlussfolgernden Sprachmodellen (reasoning LLMs), der Gedächtnisverwaltung (memory) und den Interaktionsprotokollen, wie zum Beispiel das Agent to Agent (A2A) Protokoll oder das Model Context Protocol (MCP).

Handlungsfähige KI ist eine Allzwecktechnologie (General Purpose Technology), dessen Verheißung große Produktivitätsgewinne sind. Ob, auf welche Art und mit welchen Auswirkungen für die Gesellschaft sich dies realisieren lässt ist von fundamentalen Interesse für Julius Forschung.

Julius Schulte hat Abschlüsse in Economics (B.Sc.), International Affairs (M.A.) und Computer Science (M.Sc.). Vorher arbeitete er als Data Science Lead am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Genf und Data Analyst für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Sein Lebensmittelpunkt ist die Schweiz. Seine Interessen sowie Vorlieben entsprechen diesem ganz überraschenderweise: Er liebt (dunkle) Schokolade, macht gerne Ausfahrten mit seinem Velo bzw. Rennrad in den Bergen und hat schon mehrere Langlaufwettbewerbe (Skating) bestritten. Allgemein ist Julius immer motiviert etwas Neues zu lernen in welchem Gebiet auch immer und versucht die Welt zu verstehen frei nach dem Motto „sapere audere“.